Der Rat der Stadt Köln beschließt einen Neubau für das Rautenstrauch-Joest-Museum am Josef-Haubrich-Hof, Nähe Neumarkt.
Europaweit wird ein anonymer Realisierungswettbewerbs für das neue Völkerkundemuseum ausgelobt, an dem sich insgesamt 239 Architektenbüros beteiligen.
Der Sieger des Wettbewerbs, das Architektenbüro Schneider & Sendelbach aus Braunschweig, erhält den Planungsauftrag und überarbeitet in der Folgezeit seinen Entwurf unter Berücksichtigung der Auflagen der Jury und der Änderungsvorgaben aller externen Fachplaner sowie zukünftiger Nutzer grundlegend.
Der Rat beschließt einen ‚Kostendeckel‘ für das Bauprojekt von 114,5 Mio. DM; in Folge einer vertieften Kostenschätzung wird der ‚Deckel‘ auf schließlich 61,3 Mio. Euro angehoben.
Das wiss. Team des Hauses erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Büro für Ausstellungsgestaltung "Unit E" die Grundlagen eines innovativen Betriebs- und Ausstellungskonzeptes für das neue Rautenstrauch-Joest-Museum.
Das Architektenbüro Schneider & Sendelbach schließt die Entwurfsplanung ab.
Das Land NRW sagt eine finanziellen Beteiligung am Bauvorhaben in Höhe von 18,9 Mio. Euro (Museumsförderung) zu und stellt weitere 5,1 Mio. Euro Städtebauförderungsmittel in Aussicht.
Ein Wettbewerbs für die gestalterische Umsetzung des Entwurfs einer Neukonzeption des Rautenstrauch-Joest-Museums wird ausgeschrieben.
Sieger des Wettbewerbs ist das Stuttgarter ‚atelierbrückner‘, mit dem das Team des Rautenstrauch-Joest-Museums einen Themenparcour für die Erstbespielung der 4000 m² Ausstellungsfläche im neuen Haus erarbeitet (s.u.).
Das Architektenbüro Schneider & Sendelbach schließt die Ausführungsplanung ab.
Baustopp in Folge der dramatischen Finanzkrise der Stadt. Nach dem Kölner Kunstverein, der zwischenzeitlich in ‚Die Brücke‘ umgezogen ist, zieht sich die VHS aus Kostengründen als zukünftiger Nutzer weitgehend aus dem Projekt zurück.
Die Bezirksregierung rechnet auf Grundlage der eingereichten Pläne mit 80 Mio. Euro Baukosten - der zwischen CDU und Grünen geschlossene Koalitionsvertrag sieht eine ‚abgespeckte‘ Version des Neubaus vor, die in den folgenden Monaten von den Architekten in enger Absprache mit allen künftigen Nutzern geplant wird.
Die Stadt prüft verschiedene Investorenmodelle.
Die Kosten der ‚abgespeckten‘ Version werden berechnet.
Der Rat beschließt die Realisierung der ‚abgespeckten‘ Version inklusive einer dreigeschossigen Tiefgarage.
Im Zuge der Bewerbung der Stadt Köln als Kulturhauptstadt 2010 beauftragt der Rat das Architektenbüro Schneider & Sendelbach mit der Planung einer ‚Kleinen Philharmonie‘ anstelle der bislang vorgesehenen Tiefgarage im Neubaukomplex am Josef-Haubrich-Hof.
Der Rohbau der ‚Kleinen ‚Philharmonie‘ soll 8,75 Mio. Euro, der Ausbau weitere 19,3 Mio. Euro kosten.
Nach dem Scheitern der Bewerbung Kölns um die Kulturhauptstadt 2010 verzichtet der Rat auf den Bau der ‚Kleinen Philharmonie‘; ein Investor für den Bau der Tiefgarage wird gesucht.
Die Bezirksregierung hegt erneut Zweifel an den Berechnungen der Stadt Köln für den Neubaukomplex, die im Oktober beigelegt werden können; der Bericht wird mit positivem Bescheid nach Düsseldorf weitergeleitet.
Ein Investor für die Tiefgarage des Neubaukomplexes am Josef-Haubrich-Hof ist gefunden und übernimmt die Planung der nunmehr zweigeschossigen Tiefgarage mit 317 Stellplätzen.
Der Bewilligungsbescheid des Landes über 18,9 Mio. Euro zur Förderung des Museumsneubaus erfolgt.
Der Regierungspräsident genehmigt den Baubeginn.
Mit Einreichen des Bauantrages schließt das Architektenbüro Schneider & Sendelbach die Genehmigungsplanung ab und beginnt erneut mit der Ausführungsplanung.
Der Zuwendungsbescheides des Landes über 5,1 Mio. Euro Städtebauförderungsmittel für den Museumsneubau wird angekündigt; das wiss. Team des Rautenstrauch-Joest-Museums nimmt die Planungsgespräche mit den Architekten und Ausstellungsgestaltern wieder auf.
Baubeginn der Tiefgarage.
Geplante Vorlage der Leistungsverzeichnisse und Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen für den Generalunternehmer.
Geplante Inbetriebnahme der Tiefgarage.
Geplante Auftragserteilung an den Generalunternehmer.
Geplante Grundsteinlegung des Neubaukomplexes
Richtfest.
Geplante Fertigstellung.
Eröffnung des neuen Rautenstrauch-Joest-Museums.
(von Dr. Jutta Engelhard, stv. Direktorin)