Die Veranstaltungen des Rautenstrauch-Joest-Museums im Altbau am Ubierring wurden und werden mit Mitteln der Gesellschaft z.T. erst ermöglicht, z.B. durch die Finanzierung der nötigen Bewachung in den Räumen des Museums.
Aktuelle Vorankündigungen finden Sie im Programm.
Auch im Vorfeld der Eröffnung hat die Museumsgesellschaft bereits eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt:
(02. Juni 2010)
Anlässlich des Istanbul Kulturhauptstadt 2010 Jahres haben wir eine Führung durch die Sonderausstellung in Bonn angeboten. Gold, Silber, Seide, Elfenbein, Reliquien – um diese kostbaren Besitztümer wurden das Byzantinische Reich und seine Hauptstadt Konstantinopel im Westen beneidet. Doch die Bedeutung des christlichen Oströmischen Reiches geht weit über seine Schätze hinaus. In Byzanz lebte die Antike ungebrochen bis in das Spätmittelalter fort. Das Reich schlug die Brücke vom Altertum in das moderne Europa und verband zugleich Ost und West.
Aber wie kann man sich das Leben in Byzanz vorstellen? Die Ausstellung führte in eine uns fremde Welt, die doch eine Grundlage für die Gegenwart legte. Mehrere Computeranimationen und Kurzfilme informierten über die wichtigsten Plätze des Byzantinischen Reiches, wie Konstantinopel, Ephesos, Thessaloniki, Pergamon, den Simeonsberg bei Aleppo oder das Katharinenkloster am Sinai. Die rund 600 Exponate von Leihgebern aus der ganzen Welt bekamen so eine neue Bedeutung, die über den großen künstlerischen und ästhetischen Wert hinausreicht.
(06. Mai 2010)
"Große Projekte – ungewöhnliche Montagen"
Das Restaurierungsteam des Rautenstrauch-Joest-Museums gewährte Einblicke in seine Vorbereitungsarbeiten für die neue Dauerausstellung. Neben Umzugsvorbereitung und Neudeponierung des Sammlungsbestandes von 65.000 Objekten beschäftigen sich die Mitarbeiterinnen seit zwei Jahren intensiv mit der Montage von 2.500 Exponaten im neuen Haus. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die Aufbauten der spektakulären Großprojekte und ihre zum Teil ungewöhnlichen, speziell für die Bedürfnisse entwickelten technischen Lösungen dar.
Wir haben aus erster Hand die Arbeit des Restaurierungsteams im RJM kennengelernt: von der Feinmontage zahlreicher, kleinteiliger Kulturgegenstände aus Papua Neuguinea in 10 m Höhe, über den Aufbau eines afrikanischen Tuaregzeltes auf Eichenparkett bis hin zur Aufstellung eines originalen Blackfoot-Tipis und die Hängung des Yamsspeichers aus Papua Neuguinea. Darüber hinaus gewannen wir einen Eindruck wie annähernd 100 Masken rund um die Welt in einer 360°-Vitrine inszeniert und montiert werden. Abschließend wurde die einmalige Gelegenheit gegeben, eine der Montagen in der noch nicht eröffneten Ausstellung vorab zu besichtigen.
(05. Mai 2010)
Sally Price war zu Gast am Institut für Kunstgeschichte und Archäologie der Universität Bonn.
Sally Price, Ph.D, ist seit 1994 Professor of American Studies and Anthropology am College of William & Mary in Virginia, USA. Ihre 30 jährige wissenschaftliche Karriere führte sie an verschiedene Museen und Universitäten, in den USA, den Niederlanden und Frankreich sowie in Brasilien und Französisch-Guyana. Der Fokus ihrer Forschung liegt auf Aspekten musealer Präsentation und Ästhetik, zu der sie zahlreich publizierte und ausgezeichnet wurde. Nach "Primitive Arts in Civilized Places" stellt sie in "Paris Primitive" ihre aktuellen Überlegungen dar.
"Paris Primitive is a delicious combination of art, anthropology, and politics, as well as an intricate
dissection of French alliances and institutions. Along the way, in this well-written and fast-paced narrative,
Sally Price also illuminates the ethics of acquisition and display and the battle between aesthetics
and ethnography. What a tale! Everyone involved in cultural representation should read this
book."
(Lucy R. Lippard, author of Mixed Blessings: New Art in a Multicultural America)
(14. April 2010)
Die jüdische Gemeinde Kölns gilt als die älteste nördlich der Alpen – bereits im vierten Jahrhundert lebten im spätantiken Colonia Agrippinensis Juden. Heute ist sie nach einer langen, wechselvollen Geschichte mit rund 5.000 Mitgliedern eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Die ursprüngliche Synagoge war am 22. März 1899 eingeweiht worden und bot 1.400 Menschen Platz. In der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 brannte aber auch sie aus. 1957 – zwölf Jahre nach Neugründung der Gemeinde im April 1945 – beauftragte die Gemeinde den Architekten Helmut Goldschmidt mit dem Wiederaufbau. An der feierlichen Einweihung am 20. September 1959 nahm auch Bundeskanzler Adenauer, der frühere Oberbürgermeister von Köln, teil.
mit
(09. März 2010)
Die rund 800 Ethnographica aus Australien, gesammelt von dem deutschen Anthropologen und Forschungsreisenden Hermann Klaatsch (1863 – 1916) während seiner dreijährigen Australienreise zwischen 1904 – 1907, gehören zu den ältesten Sammlungsbestandteilen des Rautenstrauch-Joest-Museums. Klaatsch reiste zunächst nach Australien, um Ursprungsfragen der Menschheit zu klären, sammelte aber auch insgesamt über 2000 ethnographische Objekte der australischen Aborigines, hauptsächlich aus dem Norden des Kontinents. Bei der ersten Sonderausstellung des neu eröffneten Kölner Museums im Jahr 1907 wurde die vollständige Australiensammlung Klaatschs der Öffentlichkeit präsentiert. Einen Teil davon konnte das Museum dann 1908 im Rahmen einer Schenkung erwerben.
Auf der Basis des neu zugänglichen privaten wie wissenschaftlichen Nachlasses Klaatschs konnte die spannende Geschichte dieser Sammlung und der Australienreise des deutschen Wissenschaftlers neu geschrieben werden. In einem dreijährigen Forschungsprojekt, finanziert von der Fritz-Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung in Köln, konnte die ausgewiesene Australienexpertin Dr. Corinna Erckenbrecht den umfangreichen Nachlass mit vielen Wort- und Bilddokumenten in Beziehung zu der ethnographischen Sammlung in Köln (sowie in anderen europäischen Museen) setzen. Die Ergebnisse dieser Forschung liegen jetzt als Ethnologica-Band N.F. Nr. 27 mit dem Titel "Auf der Suche nach den Ursprüngen – Die Australienreise des Anthropologen und Sammlers Hermann Klaatsch 1904 - 1907", erschienen im Wienand-Verlag, vor.

(25. Februar 2010)
Mikronesien: ungezählte Inseln, von Palmen umsäumte Sandstrände, bunte Unterwasserwelten – die europäische Vorstellung eines Traumurlaubes. Gleichzeitig ist die Inselwelt auch ein Brennpunkt des globalen Klimawandels: Das Korallensterben bedroht die Bewohnbarkeit einzelner Inseln und den Lebensraum ganzer Staaten. Die Ausstellung verbindet die Sicht auf die faszinierende Unterwasserwelt der Korallen, Atolle und Riffe mit Fragen nach dem Leben und Überleben in dieser vom Klimawandel bedrohten Inselwelt. Sie beleuchtet die Deutung und Nutzung der Umwelt, die sozialen Strukturen und die besonderen kulturellen Leistungen in Bootsbau und Navigation, Architektur, Kunst und Design, die diesem Leben sein ganz besonderes Gepräge gaben und geben.
(28. Januar 2010)
Besuch des Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm: Der im Sri Kamadchi Ampal Tempel besteht in Hamm seit 1989. Nach Umzug mit Neubau wurde im Juli 2002 der große Tempel durch aufwendige Rituale geweiht und eröffnet. Der Tempel ist streng nach rituellen Vorgaben konzipiert. Die Göttin blickt vom Zentralschrein in Richtung Osten, zur aufgehenden Sonne. Der Innenraum des Tempels ist 700 m² groß. Das in südindischem Stil erbaute Tempelportal (Göpuram) ist 17 Meter hoch. Der Tempel misst 27 x 27 Meter. Er ist damit der größte südindische Tempel Europas.
(21. Oktober 2009)
Autorenlesung in Kooperation mit Der andere Buchladen.
Der mehrfach ausgezeichnete Autor begibt sich in die Peripherien dieser Erde.
Pressestimmen meinen:
Michael Obert ist zum - in der Redaktion viel beneideten - Experten für extreme Destinationen geworden. (GEO Saison)
Mit dem geschärften Blick des Reisenden und seiner kraftvollen und poetischen Sprache eröffnet uns Michael Obert eine in dieser Form einzigartige Sicht auf die Welt. (Globetrotter)
Mainstream-Destinationen lässt er links liegen ... Michael Obert gehört zu den talentiertesten Reisejournalisten im deutschen Sprachraum. (Sonntagszeitung Zürich)
(02. / 03. September 2009)
90 minütige Sonderführung durch die neue Sonderausstellung.
(29. August 2009)
Ca. 40 Teilnehmer/innen trafen sich an der DITIB-Moschee in Duisburg – Marxloh zu einer gemeinsamen Führung durch Herr Dr. Holtmeyer vom Beirat des Begegnungszentrums. Er berichtete uns über die Entwicklung der Planung von Moschee und Begegnungsstätte, über die Beteiligung der ortsansässigen Kirchen, Vereine und Nachbarn bis hin zu ihrer Eröffnung im Jahre 2008. Er berichtete über die Zusammensetzung und Aufgaben des Beirates, Aufbau und Symbolik der Architektur sowie die Bedeutung der Inneneinrichtung. Auch die unterschiedlichen Aktivitäten der Bildungs- und Begegnungsstätte, wie z.B. interreligiöse und interkulturelle Veranstaltungen, Jugendarbeit, Frauenarbeit, Deutschkurse und Seminare wurden dargestellt.
Ein sehr informativer Teil seines Vortrages betraf die Geschichte des Islams. Die Gemeinsamkeiten aller drei monotheistischen Religionen wird in der Moschee z.B. durch eine Säule deutlich, die mit den pflanzlichen Symbolen des Christentums (Lilie), des Judentums (Ölzweig) und des Islams (Rose) geschmückt ist. Diese Symbole finden sich auch in den Kuppeln der Bibliothek wieder, die wir leider wegen der zusätzlichen Gebetszeiten im Ramadan nicht besichtigen konnten. Insgesamt war es ein sehr interessanter und lebendiger Vortrag und die Teilnehmer/innen (unter ihnen der Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums, Herr Dr. Schneider) bedankten sich bei Herrn Dr. Holtmeyer mit viel Beifall.
(21. April 2009)
Zum Museum:
1898 vom belgischen König Leopold II. im kolonialen Kontext als "Congo Museum" begründet.
1962 Umbenennung in "Royal Museum for Central Africa", nachdem 1960 Belgisch-Kongo in die Unabhängigkeit entlassen worden war.

Dauerausstellung:
Weltgrößte Ethnographica-Sammlung zu Zentralafrika: Dem. Republik Kongo, Angola,
Ruanda und Burundi.
Ethnologie: Ur-und Frühgeschichte, Archäologie, Ethno-Linguistik
und Ethno-Musikwissenschaften
Geologie und Mineralogie
Afrikanische Zoologie: Wirbeltier- und Insektenkunde
Geschichtswissenschaften: Kolonial- und zeitgenössische Geschichte
Aktuelle Sonderausstellung: Omo. People & Design


Das Omo Tal, im Südwesten Äthiopiens, steht auf der Unesco World Cultural Heritage Liste. Aufgrund exeptioneller Funde zur menschlichen Entwicklungsgeschichte wird die Region zu Recht als "Wiege der Menschheit"bezeichnet.
(1. März 2009)
Die Veranstaltungsreihe "Stimmen Afrikas" gibt mit Autoren- und Länderporträts Einblick in das breite Spektrum der afrikanischen Literatur.
Dr. Almut Seiler-Dietrich stellt Autoren aus der Demokratischen Republik Kongo vor und beleuchtet die unterschiedlichen literarischen Strömungen, die sich im Wechsel der Zeiten und politischen Systeme herausbildeten: unter der belgischen Kolonialherrschaft, während der Kämpfe nach der Unabhängigkeitserklärung, unter der Zaïre-Diktatur Mobutus bis in die Gegenwart. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund der Erzählung »Auch wir sind schmutzige Flüsse« des bekanntesten Autors der Demokratischen Republik Kongo, Valentin Yves Mudimbe.
Auf der anderen Seite des Kongo-Flusses liegt die Volksrepublik Kongo – einst französische Kolonie –, die ebenfalls Heimat großer Autoren ist. Zu ihnen gehören Tchicay U Tam’si, Henri Lopez und Sony Labou Tansi.
Der mit internationalen Preisen ausgezeichnete Erstling von Wilfried N’Sondé »Das Herz des Leoparden« erschien im letzten Jahr auf Deutsch. Es ist ein Roman, der einer neuen Generation afrikanischer Migranten mit ihren Erfahrungen eine Stimme gibt.
(11. Dezember 2008 im RJM)
In dem kleinen, abgelegenen Dorf Lepakshi in Südindien steht der aus dem 16. Jahrhundert stammende Virabhadra Tempel. Er ist berühmt für seine noch erhaltenen Wandmalereien, die örtliche Legenden, hinduistische Epen und Götterdarstellungen zeigen. Die damaligen Künstler legten ihr ganzes Können in die Widergabe der Details von Schmuck und Kleidung. Die Leiterin der Textilabteilung des Rautenstrauch-Joest-Museums, Brigitte Majlis, präsentierte an Hand der Bilderzyklen ein facettenreiches Bild der Mode und Textilmuster des 16. Jahrhunderts in Südindien und zeigte zum Vergleich einige ausgewählte indische Baumwollstoffe aus den Sammlungen der Insulinde- und Kalamkaristiftungen, die sich im Rautenstrauch-Joest-Museum befinden.
(12. November 2008 im RJM)
Eine Reise in die spannende Geschichte der Fotografie: Anhand von Originalen aus dem historischen Fotoarchiv des Hauses gab die seit März bei uns angestellte, erste Kuratorin dieser Abteilung, Margit Z. Krpata, Einblicke in die umfangreichen Bestände. Anhand ausgewählter Aufnahmen von fotografierenden Reisenden, aus Fotostudios, Missionsstationen u. a. wurden unterschiedlichste Weltgegenden besucht und verschiedene fotografische Techniken gezeigt. Fragen der Konservierung und Bestandserhaltung dieser sensiblen und kostbaren Objekte wurden ebenso besprochen wie derzeitige Aktivitäten und zukünftige Vorhaben.

(23. September 2008)
Das Nationalmuseum Volkenkunde in Leiden gehört zu den bedeutendsten Ethnologie-Museen der Niederlande, wenn nicht sogar Westeuropas. Nach einer vollständigen Renovierung des historischen Gebäudes wurde die Ausstellung neu konzeptioniert und präsentiert. Mit Hinblick auf unsere eigene Neueröffnung ist dieses Ethnologie-Museum daher besonders interessant für uns. Herr Dr. Steven Engelsman (Direktor des Museums Leiden) führte uns exklusiv durch das Haus und Frau Dr. Jutta Engelhard (stellvertretende Direktorin des RJM) hat den Bezug zum Ausstellungskonzept des neuen Rautenstrauch-Joest-Museums hergestellt.

(18. August 2008 im Kunsthaus Lempertz,
Neumarkt 3, 50667 Köln)
"Qin-Lieder" sind ein fast vergessenes Genre und doch ein bedeutender Träger der Musikkultur des klassischen Chinas. Die Lieder, begleitet von der siebensaitigen Zither Qin und der Bambusflöte Xiao, sind geprägt von außergewöhnlicher feiner Eleganz und intimem Klang. Zumeist sind es Vertonungen bedeutender klassischer Gedichte, von der Tang-Dynastie bis zur Ming-Dynastie. Die drei KünstlerInnen Gong Linna, Lin Chen und Wang Hua haben sich in ihrem jeweiligen Fach in China bereits einen großen Ruf erworben. Nun fanden sie sich zusammen, um dieses alte Genre wiederzubeleben. Dabei transformieren sie die einstmals im privaten Raum präsentierte Musik sensibel zu einer dem Konzertsaal angemessenen Kunstform. Im Rahmen einer Europatournee stellen sie die "Qin-Lieder" dem westlichen Publikum vor. Wir freuen uns, das junge Ensemble für ihr einziges Konzert in Deutschland nach Köln gewonnen zu haben.
Am 7. März 2008 las Raoul Schrott aus seinem neuesten Buch, einer Neuübersetzung von Homers "Ilias", in dem er
auf eine Sensation gestoßen ist:
Der Schauplatz der Ilias ist nicht das von Heinrich Schliemann entdeckte Troja,
sondern Kilikien in der südöstlichen Türkei
("Homers Heimat - Der Kampf um Troja und seine realen Hintergründe", Hanser Verlag, München, erschienen am 8. März 2008).
Auch die Person Homers und ihre Herkunft wird durch genaue Textanalxse und Interpretation des historischen Umfelds neu erkannt: Homer war nicht der blinde Sänger aus der griechisch besiedelten Westküste Kleinasiens, sondern ein Schreiber im Dienst der assyrischen Könige des 7. Jahrhunderts v. Chr.
Schrotts Thesen haben eine völlig neue Diskussion über Homer und Troja entfacht. Nach einem Bericht über seine Forschungen und der Lesung aus dem Buch hat sich der Autor in einem Streitgespräch mit dem Altertumswissenschaftler, Prof. Dr. Edzard Visser, Universität Basel mit den Gegenargumenten zu seinen Erkenntnissen auseinandergesetzt.
Moderator des Abends war Pater Friedhelm Mennekes S.J.
Bis zur Schließung des Hauses am Ubierring wurden sämtliche Veranstaltungen des jeweiligen Vierteljahresprogrammes wurden durch die zumeist finanzielle Beteiligung der Gesellschaft ermöglicht; von besonderer Bedeutung ist hierbei das Begleitprogramm zu den Sonderausstellungen, Vorträge und Musikveranstaltungen.
Mit einer Finissage bei freiem Eintritt hat sich das Rautenstrauch-Joest-Museum von seinem treuen Publikum verabschiedet, uns gemeinsam an die schönen Zeiten in den alten Räumlichkeiten zu erinnern, aber auch um gemeinsam ein ereignisreiches und fröhliches Abschiedsfest zu feiern, das die Neugierde auf den Neubau weckt.
Ein vielseitiges Programm mit Konzerten, Vorträgen, Gamelan- und Trommelworkshops, Kinderprogramm und zahlreichen Führungen durch die Ausstellungen und hinter den Kulissen gaben den Besuchern die Möglichkeit, einen letzten Blick in das alte Gebäude am Ubierring zu werfen.
Die letzte Sonderausstellung "Im Schatten der Akazie - Forschung in den Wüsten Afrikas" lief bis zur Finissage am 13. Januar 2008 und vermittelte anschaulich die Forschungsergebnisse von 140 Wissenschaftlern der Universtäten Köln und Bonn aus 12jährigen Arbeit in schwer zugänglichen Gebieten aus Ägypten, Libyen, Sudan, Tschad, Angola, Namibia und Südafrika. Gezeigt wurden faszinierende Fotos, Filmsequenzen und einzigartige Objekte zu den Themen Wüsten und Savannen, Landschaften der Knappheit, Landschaften des Überflusses. Visuell und akkustisch konnte der Lebensraum Wüste erlebt werden; seit Jahrhunderten ein Faszinosum für die Menschen mit Sanddünen, Salzkrusten, brennende Sonne und endlosem Horizont.
Anlässlich des UN-Wüstentags veranstaltete das Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde am 17. Juni 2007 einen Thementag, an dem sich alles um die Wüsten Afrikas drehte: Filme, Diavorträge und Aktionen für Kinder. Abgerundet wird das Programm durch kulinarische Wüstenspezialitäten in unserer "grünen Oase" im Museumshof. Ausführlichere Informationen finden Sie im Flyer und in der dazu veröffentlichten Website.

Der beliebte Pfingstmarkt konnte leider nicht mehr stattfinden.
Die Gründe für das Aufgeben dieser beliebten Veranstaltung unseres Hauses liegen in verschärften Sicherheitsvorschriften, denen das traditionsreiche Haus leider nicht gerecht werden konnte.
Wir bedauern dies sehr und hoffen auf ein Wiederaufleben, spätestens am neuen Standort des Rautenstrauch-Joest-Museums, dann mitten in der City, an der Cäcilienstraße.
Bis zur Schließung des Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring erschienen die Quartalsprogramme in regelmäßiger Folge.
2007, 4. Quartal: Oktober bis Dezember 2007 und Januar 2008
2007, 3. Quartal: Juli bis September 2007
2007, 2. Quartal: April bis Juni 2007
2007, 1. Quartal: Januar bis März 2007
2006, 4. Quartal: Oktober bis Dezember 2006
2006, 3. Quartal: Juli bis September 2006
2006, 2. Quartal: April bis Juni 2006
2006, 1. Quartal: Januar bis März 2006
2005, 4. Quartal: Oktober bis November 2005
2005, 3. Quartal: Juli bis September 2005
2005, 2. Quartal: April bis Juni 2005
2005, 1. Quartal: Januar bis März 2005
2004, 4. Quartal: Oktober bis Dezember 2004
2004, 3. Quartal: Juli - September 2004
2004, 2. Quartal: April bis Juni 2004
2004, 1. Quartal: Januar bis März 2004
2003, 4. Quartal: Oktober bis Dezember 2003
2003, 3. Quartal: Juli bis September 2003
2003, 2. Quartal: April bis Juni 2003
2003, 1. Quartal: Januar bis März 2003