Exkursion

21. April 2026

Bonn, Bundeskunsthalle 15:00 Uhr "AMAZÔNIA. Indigene Welten"

Bonn, Bundeskunsthalle

Denilson Baniwa, Cobra do tempo [Zeitschlange], Niterói (Brasilien), 2016 © Denilson Baniwa

Besuch der Ausstellung "AMAZÔNIA. Indigene Welten"

begleitet durch Dr. Anne Slenczka, Referentin für die Amerikas am RJM

Iano Mac Yawalapiti, Detail einer Körperbemalung anlässlich des Kwarup-Festes, Dorf der Yawalapiti, Indigenes Xingu-Gebiet (Brasilien), 2022, 2023, 2024 © Iano MAC YAWALAPITI

Über die Ausstellung:

Amazonien ist berühmt und unbekannt zugleich. Auch wenn die ersten Kontakte bereits vor fünf Jahrhunderten entstanden, erscheint es Europäer*innen als ein Ort voller Geheimnisse. Das unscharfe und allzu vereinfachende Bild eines gigantischen Urwalds, bevölkert von „Indianer*innen“, die dort zeitentrückt leben, reduziert diese weite Region in der kollektiven Vorstellung auf eine erstarrte exotische Kulisse, die über die Jahrhunderte durch die Darstellungen Außenstehender geprägt wurde.

Die Ausstellung Amazônia. Indigene Welten hat sich das Ziel gesetzt, diese Region und ihre Einwohner*innen durch die Augen und Standpunkte ihrer ersten Bewohner*innen, der Indigenen, vorzustellen. Es ist ein vielschichtiger, sich immer weiter entwickelnder Ort, an dem sich die sozialen und ökologischen Dynamiken ständig begegnen. Wir möchten Amazonien weniger als natürlichen Lebensraum und mehr als kulturellen Raumvorstellen: als einen Ort, an dem menschliche und nicht-menschliche Bewohner, verschiedene soziale Schichten und Szenen, Tradition und Modernität sowie die unterschiedlichsten lokalen und globalen politischen Herausforderungen einander gegenüberstehen und sich verflechten.

Ritxòkò [Puppe], Volk der Inỹ Karajá, Ilha do Bananal, Rio Araguaia, Bundesstaat Goiás (Brasilien), 1970 © Musée du quai Branly – Jacques Chirac

Wie die Flüsse Amazoniens über die Ufer treten und die Landschaft verändern, so lädt diese Ausstellung dazu ein, über die (geografischen, sozialen, ontologischen) Grenzen hinauszutreten, die unseren Blick auf Amazonien beschränken, die Komplexität dieser Region zu erfassen und die exotischen Vorstellungen abzubauen.

Durch die Annäherung an indigene Perspektiven präsentiert die Ausstellung eine alternative Art, die Welt zu begreifen, gemeinschaftlich zu interagieren und Beziehungen mit unserer Umwelt zu pflegen.

In Kooperation mit dem Musée du Quai Branly – Jacques Chirac, Paris (© Text: Bundeskunsthalle)

Teilnahmegebühr: Mitglieder 30,00 €, Gäste 35,00 € (90 min. Führung, Eintritt, Begleitung)

Treffpunkt gemeinsame Anreise mit der Deutschen Bahn (Fahrpreis nicht enthalten): 13:15 Uhr vor der Douglas Filiale im Hauptbahnhof. Abfahrt RE 5 um 13:32 Uhr


Treffpunkt eigene Anreise: 14:45 Uhr im Foyer der Bundeskunsthalle

Dauer: 1,5 Stunden

Anmeldung: info@rjmkoeln.de

Bitte überweisen Sie den Teilnahmebetrag bis spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn auf das Vereinskonto der Museumsgesellschaft RJM e.V. bei der Sparkasse KölnBonn IBAN DE76 3705 0198 0004 3220 46

Stornierungen sind bis 7 Werktage vor der Veranstaltung kostenlos, danach sind Anmeldungen nicht mehr stornierbar.

Denilson Baniwa, Caçadores de Ficções Coloniais [Jäger kolonialer Fiktionen], Niterói (Brasilien) 2021 © Denilson Baniwa

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